Das Leben für den Tee

Auf den Plantagen in Assam · Lives for Leaves · Tea Production in Assam

Dokumentarfilm · Indien · 61 Min · 2026 · Regie: Shammi Singh

Der Film

„Das Leben für den Tee“ führt in die Welt der Teeplantagen von Assam und erzählt die oft unsichtbaren Geschichten der Adivasi-Gemeinschaften, die seit Generationen die globale Teeindustrie tragen. Anhand persönlicher Schicksale – von verschollenen Töchtern und missbrauchten Haushaltshilfen bis zu Familien, die in extremer Armut arbeiten – zeigt der Film, wie Ausbeutung, Kinderhandel, Dumpinglöhne und fehlende Bildungs- und Gesundheitsversorgung das Leben der Plantagenarbeiter prägen.

Zugleich macht er sichtbar, wie historische Entwicklungen seit der Kolonialzeit, diskriminierende Gesetzgebung und das bis heute verweigerte „Scheduled Tribe“-Staatsanerkenntnis strukturelle Ungerechtigkeiten fortschreiben. Expertinnen und Aktivisten ordnen die Erfahrungen der Betroffenen ein und erklären, warum viele Adivasis faktisch wie unfreie Arbeiter leben – ohne reale Chance auf ein würdevolles Leben oder eine Zukunftsperspektive für ihre Kinder.

„Das Leben für den Tee“ macht deutlich, welchen Preis jene zahlen, deren Arbeit unseren Tee möglich macht, und stellt die Frage, welche Verantwortung Politik, Wirtschaft und Konsumentinnen tragen. Eine Auftragsarbeit für Mandelzweig e.V. aus Hamburg.


Themen des Films

Der Film berührt strukturelle und persönliche Ebenen zugleich – von konkreten Schicksalen bis zu kolonialen Kontinuitäten.

⚖️

Ausbeutung & Arbeit

Dumpinglöhne, faktische Unfreiheit und das strukturelle Gefangensein in einem System ohne Ausweg.

👶

Kinderhandel

Verschollene Töchter, missbrauchte Haushaltshilfen – wie Menschenhandel auf den Plantagen funktioniert.

🏛️

Diskriminierung & Recht

Das verweigerte „Scheduled Tribe“-Anerkenntnis und wie koloniale Gesetze strukturelle Ungleichheit bis heute fortschreiben.

🌍

Globale Verantwortung

Was Konsumentinnen, Wirtschaft und Politik zur Situation auf den Plantagen beitragen – und welche Verantwortung sie tragen.

🎓

Bildung & Gesundheit

Fehlende Infrastruktur als Werkzeug der Abhängigkeit: Warum Adivasi-Kinder kaum Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben haben.

🫀

Persönliche Schicksale

Der Film erzählt durch Menschen, deren Namen und Gesichter man nicht vergisst – kein Abstraktum, sondern gelebte Realität.


Filmdaten

Originaltitel (DE)Das Leben für den Tee – Auf den Plantagen in Assam
Internationaler Titel (EN)Lives for Leaves – Tea Production in Assam
ArtDokumentarfilm
LandIndien
Länge61:00 min
Jahr2026
RegieShammi Singh
AuftraggeberMandelzweig e.V., Hamburg
Produktionshamminski media, Stuttgart
SprachenDeutsch · Englisch

Häufige Fragen zum Film

Worum geht es in „Das Leben für den Tee“?

Der Dokumentarfilm zeigt die Lebenssituation der Adivasi-Gemeinschaften auf den Teeplantagen in Assam, Indien. Er beleuchtet Ausbeutung, Kinderhandel, Dumpinglöhne und den fehlenden Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung – und fragt, welche Verantwortung Konsumentinnen, Wirtschaft und Politik tragen.

Wer hat den Film gemacht?

Regie: Shammi Singh (shamminski media, Stuttgart). Der Film ist eine Auftragsarbeit für Mandelzweig e.V. aus Hamburg.

Wie lange ist der Film?

Der Film hat eine Laufzeit von 61 Minuten und ist auf Deutsch und Englisch verfügbar.

Kann ich den Film für ein Screening anfragen?

Ja. Der Film eignet sich für Festivals, Bildungseinrichtungen, NGOs und Podiumsdiskussionen. Screeninganfragen bitte per E-Mail an contact@shamminski.com.

Was sind die Adivasi?

Die Adivasi sind indigene Gemeinschaften in Indien. Auf den Teeplantagen in Assam arbeiten sie seit der Kolonialzeit unter strukturell ausbeuterischen Bedingungen. Das bis heute verweigerte „Scheduled Tribe“-Staatsanerkenntnis verhindert den Zugang zu staatlichen Schutz- und Förderrechten.

Festival & Screening

„Das Leben für den Tee“ eignet sich für Festivals, Bildungsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen und gemeinnützige Organisationen mit Schwerpunkt Menschenrechte, Globaler Süden oder Konsumverantwortung. Der Film ist auf Deutsch und Englisch verfügbar.

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